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Praktiken und ihre Risiken

   
       
 
   
       
 

Den Kopf verlieren ?...aber bitte nicht die Gesundheit!

 

Vorbeugen ist besser als heilen? Allerdings - vor allem dann, wenn heilen gar nicht möglich ist!

Es gibt jede Menge Möglichkeiten, unsere sexuellen Wünsche auszuleben. Die nachfolgende Aufzählung von Sexualpraktiken erhebt nicht etwa den Anspruch, ein Handbuch für sexuelle Aufklärung zu sein. Sie soll vielmehr einen Überblick über die Gesundheitsgefahren einzelner sexueller Praktiken geben und aufzeigen, wie man sich am besten schützen und dabei den Sex in all seinen Spielarten frei und lustvoll geniessen kann.

Eines vorweg: Verwenden Sie immer ein Kondom. So schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Partnerinnen vor einer Ansteckung. Ü ber Präservative und Gleitmittel erfahren Sie mehr auf den Seiten Kondome und Gleitmittel.

 

Küssen

Küsse auf Lippen, Mund, Haut, Brüste oder Ohren sind unbedenklich. Durch Schweiss und Hautkontakt werden weder Bakterien noch Viren übertragen. Zungenküssen ist soweit risikofrei, ausser dass man sich dabei mit dem Herpesvirus und Pilzerkrankungen anstecken kann.

 

Vaginaleverkehr

Der Präservativgebrauch ist beim Vaginalverkehr unverzichtbar. Ganz gleich, ob eine Ejakulation stattfindet oder nicht - können verschiedene sexuell übertragbare Krankheiten und HIV/Aids übertragen werden.

Denken Sie daran, ein Gleitmittel zu verwenden, falls die Scheide Ihrer Partnerin nicht feucht genug ist, sie vermeiden damit eine Reizung oder Verletzung der Schleimhäute. Ausserdem ist die Verwendung von Gleitmittel auch sehr nützlich, wenn man einen grossen Penis oder besonders leidenschaftlichen Sex hat.

 

Analsex

Analverkehr ist die riskanteste Sexualpraktik. Der Gebrauch des Präservativs ist deshalb unverzichtbar. Benützen Sie nach jeder Penetration ein neues Präservativ (egal, ob beim analen-, vaginalen- oder oralen Sex).

Gleitmittel helfen beim Einführen des Penis in den Anus, da dieser kein natürliches Gleitmittel produziert. Damit verhindert man auch das Reissen des Präservativs und es kommt weniger häufig zu Reizungen oder Verletzungen der Anusschleimhaut.

Bei der vaginalen oder analen Penetration mit mehreren Partnerinnen jedes Mal ein neues Präservativ verwenden, um zu vermeiden, dass Erreger, Viren oder Bakterien weitergereicht werden.

 

Oralverkehr (Blasen)

Wenn Sie sich ungeschützt einen blasen lassen, können diverse Krankheiten übertragen werden,, namentlich Hepatitis, Tripper, Syphilis, Kondylome, Chlamydien und Herpes. Auch bei dieser Praktik empfiehlt sich der Gebrauch eines Präservativs, um sowohl sich selber wie auch die Prostituierte zu schützen.

 

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Anilingus

Anilingus, Rimming, Arschlecken: Bei diesen Sexualpraktiken können Erreger, die im Kot vorkommen, in den Mund gelangen und zur Übertragung von Krankheiten führen.

 

Cunninlingus

Für manchen Mann ist das Lecken der Vulva einer Frau ein Genuss. Der Cunninlingus ist allerdings nicht risikofrei. Scheidensekrete können ansteckende Erreger enthalten. Besonders gross ist das Risiko während der Monatsblutung oder wenn Sie Risse oder Wunden an den Lippen oder im Mund haben. Die Regel lautet deshalb:

Kein Menstruationsblut in den Mund, kein Menstruationsblut schlucken.

Sowohl beim Anilingus als auch beim Cunninlingus können Sie sich schützen, indem Sie ein kleines Latextuch oder ein Dental Dam (es kann auch ein aufgeschnittenes Präservativ sein) auf den Anus beziehungsweise auf die Vulva legen. (Dental Dams sind z. B. unter www.shop.aids.ch erhältlich)

 

Analmassage

Bei der Analmassage kommt man unter Umständen mit Erregern im Blut oder Kot in Kontakt. Durch den Einsatz von (wegwerfbaren) Latexhandschuhen oder einem Präservativ, welches man über den/die Finger legt, können Sie sich wirkungsvoll schützen. Wichtig ist die Benützung von Gleitmittel. Wenn Sie nach dem Anus die Vagina Ihrer Spielkameradin streicheln, besteht das Risiko Erreger zu übertragen.

 

Dildos

Accessoires, Dildos, Kugeln und Sexspielzeuge aller Art müssen selbstverständlich immer hygienisch einwandfrei sein. Es empfiehlt sich, über die Sextoys ein Präservativ zu ziehen und nach jedem Gebrauch ein neues zu benützen (so lassen sich die Geräte auch leichter reinigen).

 

Faustfick

Bei Dehnungsspielen (mit der Vagina oder dem Anus), dem Einführen von einem oder mehreren Fingern oder von der ganzen Hand empfiehlt sich dringend der Gebrauch von Latexhandschuhen und der Einsatz von genügend Gleitmittel. Vergessen Sie nicht, Ihre Nägel vorher zu schneiden.

Achtung: Die Scheidenschleimhaut und die Anusschleimhaut sind sehr empfindlich.

 

Urinspiele

Urinspiele, „Golden Shower“: Urin ist für eine intakte Haut ungefährlich.

 

Kaviar

Die AnhängerInnen von Kaviar (Scat) müssen vorsichtig sein. Bei Kotspielen können zahlreiche Erreger übertragen werden, insbesondere Hepatitis A. Schleimhautverletzungen oder Hämorrhoiden können Blutungen auslösen und erleichtern die Übertragung von Krankheiten.

 

Diese Liste mit Sexualpraktiken ist keineswegs vollständig. Bei Sex und Erotik sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Um dabei gesund zu bleiben genügt es, sich an einige einfache Vorsichtsregeln zu halten.

Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein sind kein Hindernis für Spass am Sex.

 

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Links:

Anonyme HIV-Beratungs- und Teststellen